Update Schwangerschaftswoche 15

15 Wochen. Über 100 Tage mittlerweile. Aber SO RICHTIG schwanger fühle ich mich immer noch nicht. Ich glaube, das kommt erst, wenn ich Bewegungen merke.

Mit dem Start der 15. Woche hatten wir bewusst die Zeit der Nackenfaltenmessung verstreichen lassen.
Ich dachte vor der Schwangerschaft immer, das wäre Standard. Ist es aber nicht, habe ich dann erfahren. 200 Euro kostet der Spaß im ersten Schritt, bei dem man erfährt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit von verschiedenen Defekten ist. Ist die Wahrscheinlichkeit hoch, gibt es einen zweiten, genaueren Test. 300 Euro kostet der dann.
Dann hat man 500 Euro bezahlt und so richtig sicher ist es ja auch nicht.
Was ist, wenn eine hohe Wahrscheinlichkeit herauskommt. 1:10 vielleicht. Aber was ist, wenn mein Kind nun genau zu den 9 nicht Betroffenen gehört? Soll ich dann auf „gut Glück“ die Schwangerschaft abbrechen, weil mein Kind VIELLEICHT etwas hat? Aber vielleicht hätte es ja auch etwas, womit wir alle gut klarkommen würden. Wer garantiert mir da irgendwas? Niemand.
Außerdem sagte meine Ärztin gleich: „Ganz ehrlich? Sie sind beide in einem Alter, in dem die Wahrscheinlichkeit noch nicht so hoch ist. Sie sind beide nicht genetisch vorbelastet. Und ich hatte hier schon einen Fall in der Praxis, da hieß es, das Kind hat was und dann war es kerngesund. Und genauso hatte ich einen Fall, da hieß es, alles gut, und das Kind hatte Trisomie 21. Außerdem werden da eh nicht alle Behinderungen überprüft. Es könnte immer noch etwas sein…“
All das sprach für uns gegen einen Test und wir sind glücklich mit der Entscheidung.

Zur Übelkeit gibt es nichts Neues. Sie ist immer noch stärker da, als ich gehofft hatte. Hunger kenne ich auch gar nicht mehr. Ich esse immer nur eine Kleinigkeit, sobald mir besonders schlecht ist. Danach ist es kurzzeitig besser.

Verändert hat sich mein Harndrang. Kennt man den verstärkten Harndrang auch als (frühzeitiges) Schwangerschaftssymptom, wurde ich verschont. Wie auch von Stimmungsschwankungen, Brustschwellen oder Heißhunger. Ich musste nie mehr pullern. In der 15. Woche immer noch nicht. Zumindest nicht am Tage. Nachts musste ich dafür gern mal ein- bis zweimal raus, weil ich dachte, ich platze gleich. Das ist für mich total ungewöhnlich und rädert mich auch irgendwie.

Zusätzlich fiel mir in dieser Woche auf, dass ich neuerdings nach Sachen aufstoße, die ich gar nicht gegessen habe. Es waren aber immer nur zwei Sachen: Mayo und Räucherfisch. Vor allem zweites machte mir irgendwann echt Sorgen. Im (halben) Scherz dachte ich schon, ich würde mich selber verdauen. Also googelte ich: „Nach Fisch aufstoßen, obwohl man keinen Fisch gegessen hat.“ Erster Eintrag: Schwangerschaftsforum. „Aha!“, dachte ich. Danach hatte ich ja gar nicht spezifisch gesucht. Lösung meines Rätsels: Die Omega-3-Kapsel, die ja (bekanntlich) aus Fischöl gemacht werden. Wusste ich auch, aber ich hatte da keine Verbindung hergestellt. Ich hätte nicht geahnt, dass so eine Kapsel sich auch Stunden später noch geschmacklich bemerkbar machen kann.

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Kennenlerntermin mit der Hebamme

Schon in der Kinderwunschphase habe ich mich mit vielen Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett beschäftigt. Trotzdem – oder vielleicht gerade deswegen – war es mir wichtig, dass ich eine Hebamme haben werde.

Ich hatte Glück und schon die dritte Frau, die ich kontaktierte, hatte Zeit und Energie, mich aufzunehmen. Darum verabredeten wir einen Kennenlerntermin.
Auch wenn ich auf ihrer Homepage ein Foto von ihr gesehen hatte, war ich gespannt, wen ich treffen werde. Ich hatte aber wirklich gehofft, dass wir uns sympathisch sind, denn ihre ganzen Qualifikationen gefielen mir sehr gut.

Ich öffnete einer Frau in meinem Alter die Tür, die sehr nett wirkte. Nach und nach kam durch, dass sie einen wahnsinnig trockenen und sarkastischen Humor hat, was Buddy, der bei dem Termin dabei war, und mir sehr entgegen kam. Wir drei waren direkt auf einer Wellenlänge.

Es war ihr wichtig, dass sie erzählt, wie sie arbeitet. Vor allem nimmt sie nur Frauen an, die von ihr die Vor- und Nachsorge machen lassen: „Stellt euch vor, sonst sehen wir uns jetzt und dann wieder im Februar. Aber man will sich doch auch persönlicher kennenlernen…“ Für mich war das eh nie eine Frage, ich wollte immer eine Hebamme, die beides macht. Umso schöner, dass das auch ihr wichtig ist.
Ihr liegen viele Themen am Herzen und sie bietet auch vieles an. So ist sie beispielsweise homöopathisch bewandert und macht Akupunktur. Sie berät zu vielen Fragen, aber ihre Ausführungen beendete sie immer mit: „Aber das ist eure Entscheidung!“ Das finde ich gut und wichtig. Es war vorab mein Horror, dass ich an eine Impfgegnerin oder Homöopathie-Verfechterin gerate, die mir ihre Meinung aufdrücken will.

Ich selber hatte noch zwei Fragen, die ich loswerden wollte.
Zum einen fragte ich nach meinen Magenschmerzen nach den neuen Vitamintabletten, was mir ein Grinsen einbrachte: „Es muss eh keine Schwangere nach der 12. Woche noch supplementieren…“
„Na aber Folsäure und Omega-3 will ich schon noch nehmen…“
„Omega-3 halte ich auch für wichtig, aber Folsäure nicht. Also klar, kannste nehmen, wenn du schöne Haare und Nägel willst, aber…“
Ich bleibe also bei Folsäure und Omega-3, damit fühle ich mich wohl. Aber die großen Präparate lasse ich doch wieder sein.
Zum anderen musste ich meine Sorgen teilen: „Ich habe keine Stimmungsschwankungen, ich heule nicht und meine Brüste wachsen nicht. Ist das ok?“. Wieder musst sie erst grinsen und sagte dann: „Es MUSS keine Schwangere kotzen oder heulen. Das ist kein Problem. Das mit den Brüsten müssen wir aber beobachten. Wenn sie nicht wachsen, spricht das dafür, dass du wenig Brustgewebe hast und dann das Stillen schwierig wird. Aber noch kann man das nicht sagen, das müssen wir vor allem zum Ende der Schwangerschaft gucken…“

Letztlich hat alles so gut gepasst, dass wir das mit uns direkt fest gemacht haben. Ich habe eine Hebamme!


Update Schwangerschaftswoche 14

Mit jeder Woche, die vergeht, hoffe ich, dass die Übelkeit nun endlich besser wird.
Woche 14 war dann aber doch recht wankelmütig: Mal kaum zu merken, mal so schlimm wie seit der Hoch-Zeit nicht mehr.

Plötzlich tauschte die Übelkeit aber mit etwas anderem: Magenschmerzen. Ich habe eigentlich keinen empfindlichen Magen. Ich habe nicht mal Unverträglichkeiten oder Allergien. Dass er mir nun tagelang weh tat und die Schmerzen dabei auch noch schlimmer wurden, irritierte mich.
Am letzten Tag der 14. Woche war es so schlimm, dass ich nur liegen konnte. Dann waren die Schmerzen erträglich. Sobald ich ich stand oder auch nur saß, fing es wieder an.
Weil ich es mir aber in den Kopf gesetzt hatte, schleppte ich Buddy und mich in zwei Babyläden, um nach einem Kinderwagen Ausschau zu halten. Die Marke, die ich bevorzuge, hat nämlich gerade Sommer-Sale und wenn ich den Wagen live testen könnte, hätte ich auch so früh schon online den Wagen geshoppt. Leider war mein Wunschmodell in keinem der Läden vertreten und überhaupt waren die Preise vor Ort eine Frechheit. Ich weiß, dass ein Kinderwagen nicht billig ist, aber müssen dort nur die High-End-Teile stehen? Danke, aber ich will wirklich nicht für 1.200 Euro einen Wagen kaufen. Und nein, auch nicht für 800… Ich habe deutlich günstigere Modelle mit sehr guten Bewertungen online gesehen.
Nach der erfolglosen Tour fuhren wir mit der Bahn nach Hause und es passierte etwas mit mir, dass ich so noch nie erlebt hatte: Ich stand kurz vor einer Panikattacke. Es war heiß, ich bekam keine Luft, mein Magen tat weh und mein Unterleib nun zusätzlich und ich stand eingequetscht zwischen Fremden, dabei hätte ich so dringend sitzen müssen. Mein einziger Lichtblick war die nahende nächste Station, bei der ich auch kurz ausgestiegen bin, um frische Luft und Kraft zu tanken.
Zuhause musste ich mich direkt ins Bett legen. Buddy stellte sich missmutig an meine Seite und grummelte: „Du bist nur schwanger und nicht krank!“ und hätte ich Energie gehabt, wäre ich echt sauer gewesen. So sagte ich in ruhigem Ton: „Das hat nichts damit zu tun. Ich habe in letzter Zeit doch wohl alles in der Wohnung gemacht.“ Da musste er mir zustimmen. Denn während er vergnügt Pokémon auf seinem Nintendo fing, wischte ich Staub, schrubbte das Klo und wienerte alle Küchenoberflächen. Nun ging es mir aber wirklich schlecht.

Ich überlegte, was sich in letzter Zeit geändert hatte. Erst dachte ich an die Milch, die ich in den letzten Tagen morgens in den Cornflakes hatte. Doch ich hatte noch nie Probleme mit Milch. Dann fiel mir mein neues Vitamin-Präparat ein, das ich dann direkt an dem schlimmen letzten Tag in der 14. Woche bewusst wegließ. Am nächsten Tag ging es mir direkt bedeutend besser, weswegen ich das Folsäure-Medikament wechselte.

Ansonsten habe ich immer noch nichts, von den anderen klassischen Schwangerschaftssymptomen. Keine Stimmungsschwankungen, keine Heulattacken, keine Brüste.

Aber bei dem Arzttermin in dieser Woche war ja alles gut.


3. Ultraschalltermin

Vier Wochen können verdammt lang sein.
Da ich die letzten Male kurz vor den Termin Angst bekam, dass sich herausstellen wird, dass doch nicht alles gut ist, hatte ich dieses Mal wieder Angst, dass ich Angst bekomme. Ein Nervenbündel, diese Schwangere.
Aber immer, wenn die Angst kommen wollte, beruhigte ich mich. Mir ist immer noch verdammt übel und das soll ja ein gutes Zeichen sein. Außerdem wächst der Bauch, was soll schiefgehem?!

Deswegen ging ich sehr entspannt mit Buddy zum Frauenarzt. Wir kamen an und die Praxis war leer. Das freute mich sehr, denn das hieß, dass ich viel Zeit beim Ultraschall haben werde.
Erst einmal musste ich wieder Urin abgeben und dann stank es im Klo nach Erbrochenem. Ich musste auch erst einmal die Klobrille putzen. „Hallo Mitschwangere“, dachte ich.
Danach musste ich mich wiegen lassen. 100 Gramm weniger als vor vier Wochen. Kannste nicht meckern.
Wir hatten zu der Zeit schon viel mit den Schwestern gelacht und es wurde nicht weniger, als das Elektrogerät kaputt war und mein Blutdruck manuell genommen werden musste. „Na der ist aber kräftig. So richtig BUMM-BUMM-BUMM!“, lachte die Schwester. Ist wohl ein gutes Zeichen, nehme ich mal an.
Wir bekamen wieder ein paar Geschenke und hatten danach eine minimale Wartezeit.

Bevor es zum Ultraschall ging, setzten wir uns erst noch ins Zimmer der Ärztin. Ist alles soweit ok? Was macht die Übelkeit? Haben Sie eine Hebamme? Es war alles kurz abzuhandeln, bis ich selber noch eine Frage hatte:
„Wie ist das denn mit Fliegen?“
„Kommt darauf an wohin…“
„London!“, sagte ich wie aus der Pistole geschossen.
„Waaaaas?“, tönte es neben mir.
Ich hatte Buddy wohl noch nicht erzählt, dass ich mit meiner Freundin Sternchen wegfliegen will. Ab dem Moment wurde auch viel mit der Arztin gescherzt. Ich solle doch am besten für den Frieden dann auch nochmal mit Buddy wegfahren.

Danach ging es zum Ultraschall und ich schmiss mich voller Vorfreude auf den Stuhl. Vaginal und durch die Bauchdecke wollte sie Ultraschall machen. Wir begannen vaginal, weil da bisher immer die schöneren Bilder bei rumkamen.
Kaum hatte sie das Baby im Bild, sah ich, dass es nun echt ein kleiner Mensch ist. Mit allem drum und dran. Es war so faszinierend. Die Wirbelsäule strahlte uns entgegen („Schön durchgängig. Es hat also keinen offenen Rücken.“) und man konnte beide – gut voneinander getrennten – Hirnhälften sehen (darüber möchte ich mich auch nicht beschweren…). Wir sahen das kleine Baby im Profil und erkannten Nase und Kinn. „Es bewegt sich aber nicht viel…“, sagte ich halb besorgt und die Ärztin hielt den Schallkopf still. Plötzlich schwebte es über das Bild, als wäre es im Weltraum. „Es schwimmt ganz entspannt im Fruchtwasser.“, bestätigte dann auch die Ärztin und schwupps drehte es uns den Rücken zu und hob die Hand. „Es winkt!“, sagte die Ärztin. In dieser guten Position konnte sie die Länge von Scheitel zum Steiß nehmen. 7cm – auf den Tag passend für diese Woche. Genug Fruchtwasser habe ich auch. Das war durch die Temperaturen und meine Übelkeit beim Trinken vorab meine größte Sorge.

Ohne Foto ging es weiter zum Ultraschall durch die Bauchdecke. Wie wir uns dachten, sah das Bild nicht so schön aus. Wie eine Gewürzgurke, die im Dunkeln liegt – davon gab es dann ein Bild. Die Ärztin maß aber auch hier noch einmal die Länge und es bestätigte sich das Ergebnis vom vaginalen Ultraschall. Buddy fragte nach dem Geschlecht und die Ärztin guckte lange und intensiv: „Man muss immer aufpassen, das ist noch ganz schön früh, da kann man viel fehlinterpretieren. Der Penis ist noch zu klein und die Klitoris manchmal vergrößert. Sehen Sie hier, man denkt, man sieht was, dabei ist das nur die Nabelschnur.“
Plötzlich sah man, wie das Kind die Beine anwinkelte und weghopste. Es ist wirklich und wahrhaftig gehopst. „Da hat es sich gerade abgestoßen.“, sagte meine Ärztin und Buddy fragte in halbempörten Tonfall: „Hat es sich jetzt bewegt, weil Sie so doll drücken?“ und die Ärztin sagte in ähnlichem Tonfall: „So doll drücke ich gar nicht!“. Dann lachten wir alle.

Dann fiel ihr auf, dass sie gar kein schönes Bild vom ersten Ultraschall gemacht hat, also bekam ich erneut einen vaginalen. Sofort sah es wieder ganz anders aus. Ein viel klareres und schöneres Bild. Hier schaute sie noch einmal nach dem Geschlecht: „Also man sieht wirklich nichts. Das spricht häufig für ein Mädchen, aber ich kann da noch nichts Genaues sagen.“ Weil wir Zeit hatten und das Baby so gut lag, wollte die Ärztin direkt mal nach dem Gewicht schauen. Sie nahm den Kopfumfang, den Bauchumfang („Ein zartes Vögelchen.“) und den Oberschenkelknochen (alles entsprach wieder exakt meiner Woche) und kam auf einen Wert von 73 Gramm. 73 Gramm! Es ist so surreal, dass da Gewicht entsteht aus Eiern und Spermien, die selber quasi nix wiegen.
Danach war auch dieser Schall vorbei und meine Ärztin lachte auf: „Ich hab schon wieder das Bild vergessen!“.

Also gab es den dritten vaginalen Ultraschall und kaum erschien das Baby auf dem Bild, lag es perfekt seitlich. Geistesgegenwärtig fror meine Ärztin das Bild ein und druckte es aus.
Während der ganzen Zeit haben wir alle drei so viel gelacht, dass manchmal der Ultraschall verwackelte, weil mein Bauch so vibrierte.
Aus dieser Stimmung heraus sagte meine Ärztin ganz begeistert: „Hach, auch nach all der Zeit macht das so viel Spaß, wenn man das Kind so gut sehen kann!“. Ich bin so dankbar. Wir konnten sehen, wie das Kind den Arm an den Kopf hebt. Die Knie wurden uns gezeigt, das Gehirn, die Wirbelsäule. Und weil das Kind noch so klein ist, passt es noch komplett auf den Bildschirm. Irgendwann ist es dazu zu groß.
„Das Bild ist ja noch da und wissen Sie, ich bin heute in Spendierlaune. Der Vater bekommt auch ein Bild!“. Buddy juchzte vor Freude und ich freute mich so mit.

Strahlend kamen wir zum Empfangstresen. Die Ärztin legte meinen Mutterpass und die Bilder zu den Schwestern und plötzlich sagte die eine zur anderen: „Och, ist das ein schönes Bild! Komm mal her! Guck mal!“. Da habe ich mich direkt noch einmal mehr gefreut. Wie schön ist das, wenn es für alle in der Praxis immer noch sowas Großartiges ist?!

Es ist also alles gut. Das Kind und ich haben die kritische Phase überstanden. Es ist auf den Tag perfekt entwickelt und mopsfidel. Ich bin erleichert.


Update Schwangerschaftswoche 13

Die 13. Woche ist abgeschlossen und damit bin ich nun im 2. Trimester. Wow.
Ich bin ehrlich froh, dass die Zeit vergeht. Ich bin nämlich noch überhaupt nicht gern schwanger. Ich freue mich so aufs Kind, aber ich hatte gehofft, dass ich die Zeit bis zur Geburt auch total genießen kann. Ab diesem Trimester wird es ja nun vielleicht so.

Ich habe gemerkt, dass die Übelkeit stellenweise nachlässt und mal für eine Stunde überhaupt nicht da ist. Das ist wirklich ein großer Erfolg für mich, nachdem sie seit Wochen ununterbrochen mein Leben bestimmte.
Was mich aber irritiert, ansonsten ist nichts: Keine Gelüste, ich muss nicht heulen, meine Haut und meine Haare sind weder besser noch schlechter und Buddy zeigte diese Woche auch nur missmutig auf meine Brüste und sagte: „Dein Bauch sieht schon nach Babybauch aus. Aber das darf gern auch mal da ankommen…“. Das Einzige, was ich habe, ist eine Abneigung gegen Fleisch. Ich rieche auch Döner aus einer großen Entfernung – und mag es nicht.

Außerdem hat in dieser Woche mein Bauch einen Sprung gemacht. Er ist meiner Meinung nach deutlich nach vorn getreten und sieht immer mehr nach Babybauch aus.

Wir hatten Besuch und waren tagelang bei der Hitze unterwegs. Es war deutlich zu spüren, wie sehr mich das anstrengt. Abends hatte ich ab und zu sogar leichte Unterleibsschmerzen. Nicht lange und nicht intensiv, aber schon so, dass ich wusste, dass es zu viel für mich war. Das ist komisch für mich. Ich bin zwar nicht die Sportlichste, aber durch die Stadt laufen und alles zeigen empfand ich nie als Anstrengung.
Zum Abschied fasste mir meine Cousine an den Bauch und sagte: „Pass mir gut auf meine Großcousine oder meinen Großcousin auf!“. Damit war sie neben mir, Buddy und meiner Mutter die Einzige, die meinen Schwangerschaftsbauch angefasst hat und es war ein seltsames Erlebnis. Ich schaute an mir runter, während sie meinen Bauch tätschelte und ich nahm meinen Bauch in dem Moment als etwas wahr, das nicht mir gehört. Obwohl, das ist falsch. Ich nahm eher wahr, dass sie eigentlich nicht meinen Bauch anfasste, sondern das Kind. Es war irgendie surreal und schön. Ich fühlte mich in dem Moment nicht so beteiligt, wie ich es körperlich war.

Es gab noch etwas, was in dieser Woche passiert ist: Seit der Befruchtung (und ein, zwei halbherzigen und schmerzhaften Versuchen danach), hatten Buddy und ich zum ersten Mal wieder Sex. Ich wollte aber eigentlich nicht, denn auch wenn ich weiß, dass es das Kind nicht weiter interessiert, hatte ich Angst davor. Außerdem hatte ich keinen Bock, mit Übelkeit durchgeschuckelt zu werden. Letztlich war es dann auch nicht schön. Mein Bauch fühlte sich anders an und ich merkte die vergrößerte Gebärmutter, die wie ein Ball im Unterleib lag. Als ich danach auf der Toilette war, hatte ich auch minimal Blut am Papier. Damit hat sich das für mich erstmal wieder erledigt.


Update Schwangerschaftswoche 12

So sehr hab ich seit Wochen gehofft, dass die ersten 12 Wochen schnell vergehen. Erst, um die kritische Zeit hinter mir zu haben und dann auch, um die Übelkeit zu überstehen. Und plötzlich war die zwölfte Woche vorbei. Ich hatte es geschafft. Die kritische Zeit ist vorüber! Ob in der Zeit noch etwas passiert ist, was ich nicht weiß, werde ich zwar erst in anderthalb Wochen herausfinden beim nächsten Arzttermin, aber so weit bin ich erstmal.

Diese Woche hatte ich für wichtige Dinge genutzt.

Ich habe zum Beispiel auf Arbeit verkündet, dass ich schwanger bin. Ich hatte wochenlang Angst davor und dann haben alle superlieb reagiert.

Außerdem habe ich eine Hebamme gefunden. Ich hatte erst ein wenig gegoogelt und tolle Frauen entdeckt. Die erste musste mir aber aufgrund meiner Straße absagen. Meinen Stadtteil behandelt sie nämlich eigentlich, aber nur bis eine Straße vor meiner – quasi die andere Seite des Bezirks. Sie empfahl mir aber eine Kollegin. Die habe ich ein paar Mal angerufen und ihr auch auf den Anrufbeantworter gesprochen, aber sie hat mich nie zurückgerufen. Buddy hat eine Bekannte, die ebenfalls Hebamme ist. Sie arbeitet zwar nicht in unserem Stadtteil, aber sie hatte einen Tipp für mich. Diese Hebamme habe ich direkt angeschrieben. Von den Qualifikationen her gefällt sie mir sehr gut. Anfang August haben wir einen Kennenlerntermin.

Ich habe mich bei Babyclubs angemeldet, bei denen man kostenlose Geschenke bekommt. Bei Rossmann durfte ich mir eine kleine Waschtasche abholen, die prall gefüllt ist mit eine Trinkflasche fürs Baby und Proben für mich. Ich bin wirklich begeistert. Bei dm gab es einen Stilschal und zusätzlich einen Schwangerschafts-Müsliriegel. Ich freute mich so sehr über den, denn ich hatte echt Hunger. Ich biss voller Elan rein und schmeckte auf Anhieb Pferdefutter. Kein Wunder, dass die das Teil für umme rauskloppen. Das schmeckt ja schlimm! Aber kein Witz, ich hatte echt Hunger. Also mümmelte ich weiter darauf rum und umso mehr ich aß, umso mehr kam ein Feeling von Meerschweinchenfutter hinzu. In 15 Minuten hatte ich ungefähr ein Drittel des Riegels geschafft, dann war ich endlich zuhause. Ich hielt ihn Buddy hin, er sollte mal reinbeißen. Bei ihm brannte es direkt im Hals und auch er fand den Riegel eklig.

Wo ich schonmal in der Drogerie war, nahm ich gleich Meilensteinkarten mit, um ein paar Bauchfotos machen zu können. Passenderweise war die erste Karte auch für die 12. Woche. Als ich dann da so in Strumpfhose und und engem Tanktop vor Buddy für das Foto stand, sagte er: „Du hast echt schon ein kleines Bäuchchen bekommen.“

Die Übelkeit ist noch lange nicht weg, aber sie wird deutlich besser. Immerhin.


Es auf Arbeit erzählen

Lange hatte ich Angst davor.

Ich bin so glücklich, dass ich endlich schwanger geworden bin, aber letztlich war der Zeitpunkt dann doch ganz schön ungünstig. So knapp zum Ende des Studiums, noch mittendrin im Studentenjob. Ich wollte nie und will auch immer noch nicht arbeitslos mit Baby sein.

Deswegen habe ich die Schwangerschaft auf Arbeit verheimlichen wollen. Meine Branche ist groß, aber man kennt sich. Mein jetziger Arbeitgeber wäre einer von zwei Traumarbeitgebern für eine Vollzeitstelle. Ich wollte aber nicht, dass ich erst einmal zu jemandem anderen gehe und der jetzige Arbeitgeber dann mitbekommt, dass ich dort schwanger hingegangen bin und schon bald in Elternzeit war. Würde das meinen Ruf beeinträchtigen?
Andererseits wollte ich es auch meiner Abteilung nicht sagen, weil das Haus groß ist und ich es auch in anderen Abteilungen versuche. Und auch die reden miteinander. Ich hatte so Angst vor: „Sag mal, wie arbeitet denn Ich♥Dich?“ – „Ja sehr gut, aber du weißt, dass sie schwanger ist?“
Ich bin so viele Möglichkeiten im Kopf durchgegangen und alle waren blöd.

Andererseits wächst der Bauch und alle haben sich so Sorgen gemacht, als es mir in letzter Zeit so schlecht ging und ich auch ab und zu krank geschrieben war. Ich hatte ein schlechtes Gewissen. Egal, was ich gemacht habe, es fühlte sich falsch an.

In der letzten Woche fragte mich der neue Teamleiter, wie lange ich nun noch da sein werde. Bisher habe ich immer etwas rumgedruckst, denn die Frage ist für mich nicht leicht zu beantworten.
Mitte August habe ich meine Bachelor-Verteidigung und danach bin ich offiziell exmatrikuliert. Das würde mir einerseits Arbeitslosengeld bringen (was mehr ist, als mein jetziges Studentengehalt), andererseits fehlt mir so Zeit, vielleicht noch ein Job in dem Unternehmen zu finden, weil ich kein Zugang mehr zum Schwarzen Brett und den Kontakten habe.
Ich könnte bis Ende August meine Exmatrikulation verschieben – oder bis Ende September, was meiner Abteilung am liebsten wäre. Aber dann geht mir ein weiterer Monat Arbeitslosengeld verloren – und sind wir ehrlich: Geld wird mit Baby noch ein Stück wichtiger. Aber vor allem: Sollte ich noch einen Job finden, was ich unbedingt will, könnte ich erst ab dem 1. Oktober dort anfangen und dann komme ich am ersten Tag direkt mit Babybauch und der neue Arbeitsgeber würde mich hassen.
Da der Teamleiter aber nun so nett fragte, wollte ich ihm die Wahrheit sagen. Wir setzten uns in einen Konferenzraum und ich sagte direkt und ohne Umschweife, wie die Lage ist und wie sich meine Optionen darstellen. Da seine Frau in den nächsten Tagen ein Baby bekommen wird, konnte er mich mehr als gut verstehen und die Atmosphäre war toll. Ich bat ihn aber, es für sich zu behalten. Falls ich es der Abteilung sage, möchte ich es persönlich tun. Er überlegte auch, ob es einen Vollzeitjob für mich in der Abteilung geben könnte. Die Schwangerschaft ist für ihn also kein Nachteil, aber in unserer Abteilung ist gerade einfach nichts offen.

Am nächsten Tag fand ich am Schwarzen Brett eine Stellenausschreibung, für die Erfahrungen in Schwangerschaft und Kinderwunsch mehr als gewünscht sind. Ich entschied mich mutig, der Ansprechpartnerin eine ganz ehrliche E-Mail zu schreiben. Ich sagte, dass ich aktuell in der zwölften Woche schwanger bin und auch eine längere Kinderwunschphase hatte und mich deswegen gut mit dem Thema auskenne. „Ich freue mich über Ihre ehrliche Mail und weiß das sehr zu schätzen!“, schrieb sie. Sie erläuterte gleich noch ein paar mehr Eckpunkte und wollte, dass ich mich über das Portal bewerbe, was ich auch getan habe. Ich habe direkt angeboten, dass ich in der Elternzeit weiterarbeiten würde, weil es in dem Bereich gut machbar wäre. Auch hier war die Schwangerschaft kein Nachteil.

Am nächsten Tag fragte mich eine liebe Kollegin aus meinem Büro, ob ich nun mit dem Studium komplett fertig sei und wie es danach für mich weitergeht. Weil ich sie so mag und weil wir nur zu dritt im Großraumbüro waren, sagte ich es: „Ich suche immer noch einen Job, aber es wird schwieriger, weil… Ich habe es hier noch nicht gesagt, aber ich bin schwanger. Gestern war da aber eine Stelle am Schwarzen Brett…“ Beide Kolleginnen freuten sich direkt und sagten: „Waaaaas? Das kannst du doch jetzt nicht so nebenbei fallenlassen!“. Die Kollegin, die mich ursprünglich fragte, hatte auch direkt Infos für mich, wie es bei anderen schwangeren Kolleginnen war. Sie will mich auch mit Leuten in Kontakt bringen und wenn ich da erst einmal als Freelancer arbeite. Und auch hier erwies sich meine Ehrlichkeit nicht als Nachteil. Ganz im Gegenteil: Mir wird versucht zu helfen.
Also ging ich schnell noch zu meinem Team und erzählte es auch da. Der Teamleiter grinste nur und sagte: „Überraschung!“, die anderen beiden gratulierten und nahmen mich in den Arm.

Es war wirklich eine schwere Entscheidung, ob ich auf Arbeit von der Schwangerschaft erzähle oder nicht. Ich habe mir so oft den Kopf zerbrochen. Wusste nicht, was richtig oder falsch ist. Nun hat es sich ergeben, dass alle Bescheid wissen und ich bin glücklich. Ich bin befreit, alle freuen sich und sie wollen mir auch noch helfen. Vielleicht habe ich ja Glück?!


Juni 2018

Der Juni bestand eigentlich aus drei großen Bereichen:
Jobsuche, Schwangerschaft und Bachelorarbeit.

Ich habe mich bei einigen Firmen beworben, hatte auch ein paar Vorstellungsgespräche, die gut liefen, aber am Ende bekam immer jemand anderes den Job. Wenn ich ehrlich bin, hat mich davon nichts ernsthaft getroffen, denn es war nie DER Job. Nun rückt aber immer mehr in den Vordergrund, dass ich vielleicht arbeitslos mit dem Baby zuhause sitze und das war für mich immer vollkommen ausgeschlossen. Aber wenn es so ist, ist es so. Meine Eltern haben direkt gesagt, dass sie mich unterstützen werden, ich habe genug Ersparnisse und spätestens nach der Elternzeit werde ich schon einen Job finden. Ich habe beim Abi, bei der Ausbildung und beim Studium jeweils eine 1 vor dem Komma (und nicht so knapp, dass es eine 1,9 wäre), ich habe fünf Jahre Berufserfahrung und meine Studentenjobs waren auch alle in meiner Branche. Ich bin gut – sehr gut – ausgebildet und werde damit schon nicht untergehen.

Die Schwangerschaft verläuft gut und die Bachelorarbeit ist abgegeben. Ich hatte zwar Ende Juni angedacht, aber letztlich war es erst Anfang Juli soweit. Knapp, aber noch im Zeitrahmen.


Update Schwangerschaftswoche 11

Die ersten Tage der 11. Woche waren übelkeitstechnisch deutlich besser. Ich dachte schon, dass es langsam vorüber ist.

In der Woche bin ich für einige Tage zu meinen Eltern gefahren und die Bahnfahrt auf dem Hinweg war ziemlich anstrengend. Der Zug war wahnsinnig voll und ich saß sehr gequetscht, was meinen Beinen, meinem Bauch und meiner Übelkeit nicht sehr zuträglich war.
Die erste Nacht bei meinen Eltern war dann genial. So gut habe ich lange nicht geschlafen und das weitete sich auf den Tag aus. Mir war nicht übel. Ich fühlte mich wie im Himmel. Es ging mir so, so gut. Also schaufelte ich Essen in mich hinein, wie seit Wochen nicht. Nutella-Brötchen zum Frühstück, doppelte Portion zum Mittag und abends noch eine Stulle mit Frischkäse. Zwischendurch viel Obst und Gemüse und getrunken habe ich einen Liter kalte Erdbeermilch auf ex. Wie ein Gott in Frankreich!

Das sollte sich am nächsten Tag mehr als rächen.
Nach einer schrecklichen Nacht, in der ich jede Stunde wach war und dreimal pullern gehen musste (was für mich vollkommen untypisch ist, normalerweise muss ich nachts nicht raus), stand ich vollkommen geschwächt und fertig auf. Meine Übelkeit war zurück. Ich schleppte mich gekrümmt ins Wohnzimmer, meine Mutter war arbeiten und mein Vater auf dem Sprung. Er guckte mich etwas besorgt an: „Oder soll ich hierbleiben?“. „Nee, nee. Geh ruhig!“, sagte ich.
Kaum hat er die Wohnungstür geschlossen, wurde die Übelkeit übermächtig.
Ich habe es schon einmal erwähnt, aber ich sage es gern noch einmal: Mich zu übergeben, ist für mich das Allerschlimmste. Darum habe ich mich auch zuletzt vor 11 Jahren übergeben. Ich vermeide das mit aller Gewalt. Ich kriege Panik, wenn ich kurz davor stehe. Ich kriege Schweißausbrüche, ich hyerventiliere, ich heule. Es ist für mich die pure Hölle.
Nun stand ich aber wieder ganz kurz davor. Ich atmete in meine Hände, weil es mir sonst hilft, in eine Tüte zu atmen, doch ich merkte, dass ich den Kampf gleich verliere. Panisch sprang ich von der Couch hoch, wollte ins Bad rennen… da war es weg. Ich war so froh. Schlecht war mir zwar immer noch, aber nicht mehr so.
Den Nachmittag verbrachten meine Eltern und ich dann im Garten von meiner Tante und meinem Onkel. Ich hatte Angst vor der 25-minütigen Fahrt dorthin in dem stickigen Auto, doch es ging. Gut fühlte ich mich jedoch kein Stück. Meine Tante stellte mir eine Liege auf und so verbrachte ich die nächsten Stunden abwechselnd schlafend, wach und dösend darin. Ich entschuldigte mich so oft bei allen, dass ich so durchhänge, aber es war für niemanden ein Problem. Dann wurde gegrillt. Den Geruch konnte ich noch gut ertragen, doch nachdem ich eine halbe Bratwurst gegessen habe und einmal von meinem Brot abbiss, war mir wieder ganz anders. Ich stand abrupt vom Tisch auf und ging zum Gartentor. Ich war wieder so unfassbar kurz vorm Übergeben, doch mit langen Atemzügen konnte ich es veratmen. Ich kehrte trotzdem nicht mehr an den Tisch zurück, sondern setzte mich wieder in meine Liege.
Als wir abends wieder nach Hause kamen, war ich so fertig, dass ich direkt ins Bett wollte. Ich bückte mich nach meinen Schlafsachen und das war ein Fehler. Sofort musste ich ins Bad rennen. Ich machte mir schnell einen Zopf, öffnete schon mal den Klodeckel und bekam Schweißausbrüche. Plötzlich musste ich mich über die Toilette krümmen und würgen, doch nichts kam raus. Zwei weitere Male passierte das und dann wimmerte ich wie ein verletztes Tier. Es war so unfassbar schlimm für mich. Meine Mutter kam zaghaft ins Bad: „Alles gut?“ und ich jammerte: „Nein.“ Dann scheuchte ich sie raus, denn die nächste Welle überkam mich. Drei weitere Male musste ich über der Toilette würgen, doch mein Magen weigerte sich standhaft, die halbe Wurst herzugeben.
Danach ging es mir schlagartig besser. Ich hatte mich zwar nicht übergeben, aber in meiner Welt irgendwie schon.

Der Tag war wirklich, wirklich schlimm. Ich war vollkommen erschöpft.
Ich glaube aber, dass diese brutale Übekleit nur bedingt mit der Schwangerschaft an sich zu tun hat. Wahrscheinlich ist mein Magen sensibler als sonst, aber so schlimm war es bestimmt, weil ich am Tag zuvor alles in mich reingesopft habe, was nicht niet- und nagelfest war.

Die nächsten Tage wurde es dann langsam wieder besser. Mein Magen blieb etwas angeschlagen, aber mir war nicht noch einmal so schlecht.

Ansonsten habe ich immer noch wenig weitere Symptome. Da kann ich mich nicht beschweren.
Ich finde nur, dass der Bauch (für Leute, die mich regelmäßg nackt sehen – ich zum Beispiel) sich schon verändert hat und weiter raussteht. Buddy ist sich da noch nicht ganz so sicher. Aber immerhin ist der Fötus nun auch schon vier bis fünf Zentimeter groß.

Vor allem aber bin ich nun in der zwölften Woche. Nicht mehr lang und die kritische Phase ist überstanden!


Update Schwangerschaftswoche 10

Die Übelkeit wurde in der Woche laaangsam etwas besser, obwohl es da immer noch täglich Schwankungen gab. Stehe ich morgens mit Stress auf, kann ich es direkt vergessen. Kann ich etwas länger liegen und irgendwann frühstücken, geht es mir etwas besser.

Aber sind wir ehrlich, in der Woche war etwas ganz anderes relevanter für mich: Ich habe meine Bachelorarbeit abgegeben! Leider hat mir die starke Übelkeit einen ziemlichen Strich durch meine (Zeit)Rechnung gemacht und ich musste die Arbeit am Ende überstürzter und unüberlegter abgeben, als mir lieb war. Ich war einfach tageweise nicht in der Lage, an ihre weiterzuschreiben.
Am Fazit hätte ich dann lieber noch etwas mehr rumgeschrieben. Aber hey, da ich mich mit beiden Prüfern sehr gut verstehe, wissen sie, dass ich im Schreibprozess schwanger wurde und mich das körperlich ziemlich aus der Bahn geworfen hat. Vielleicht hilft das ja.

Ansonsten habe ich in der 10. Woche den nächsten Arzttermin gehabt, der sehr gut gelaufen ist und ich habe begonnen, eine Hebamme zu suchen. Da war mir das Glück jedoch leider noch nicht so wirklich hold.